Di 17. Feb 2009, 07:43
ich habe keine lieblingsrasse.
im laufe des berufslebens habe ich erfahren dürfen, das jede rasse ihre vorteile hat, solange sie das machen darf, wozu sie eigentlich gezüchtet wurde.
also teckel sind zum buddeln da, zum bellen und zum stöbern (erdhunde für bauten, bellen für die jagdbeute verbellen und stöbern nadch wild). wer so einen hund in einer stadtwohnung hält, muß damit rechnen, dass er verhaltensanomalien zeigt.
oder nehmen wir den spitz: der war dazu da, haus und hof zu bewachen, notfalls auch mal dem eindringling in die wade zu zwacken (was mehr daher kommt, dass er ziegen, schafe etc vom häuslichen garten fernhalten sollte). wenn wir also heute uns über bellende und beißende spitze aufregen....die brauchte man so früher!
oder nehmen wir die wunderbaren herdenschutzhunde,zb.owtcharka,abruzzen, (nicht zu verwechseln mit herdenbegleithunden wie kelpie, collie, schäferhunde). diese hunde wurden dazu gezüchtet, alleine auf eine schafherde aufzupassen. sie sollen fremde und wölfe angreifen. wie kann man so einen hund, wg ihres schönen fells und ihrer absoluten treue zum herrchen, in einer mietswohnung im 12 stock halten...die hunde sind gefährlich fremden menschen und tieren gegenüber! heute erleben diese rassen einen neuanfang, zum einen da sich wieder wölfe in deutschland befinden und schafe reissen und zum anderen werden diese hunde neuerdings eingesetzt, um katzen, ratten und andere tiere von seltenen vogelkolonien fernzuhalten. wie gesagt, jede rasse hat ihren zweck.
ich finde es toll, dass zoll und polizei langsam nicht nur deutsche, belgische und französische schäferhunde kennen, sondern auch bluthunde, deutsch kurzhaar, cocker (rauschgiftsuche, spurensuche, waffensuche etc und andere vierbeiner (ratten! sprengstoff!), einsetzten....
wie gesagt, jede rasse hat ihren vorteil.
und wer sich einen hund anschafft, egal ob teckel, dogge, collie oder schäferhund sollte sich immer nach dem ursprünglichen gebrauch der hunde erkundigen.... ein dackel der nicht buddeln und bellen darf, kann nicht glücklich werden, ein spitz, der nicht laut bewachen darf, verkümmert und ein beagle der nicht jeden tag stöbern und rennen kann wird auch böse.
und ein guter züchter, wird auch immer dafür sorgen, dass seine hunde auch entsprechend ausgebildet wurden und auch in entsprechende hände kommen. ...wer weiß eigentlich noch, dass ein pudel ein wasserapportierhund ist...wie ein labrador?
(nass wie ein pudel!). wer je einen schicki-micki-pudel im wasser erlebt hat, wird mitleid mit jedem wohnungspudelchen haben, der noch nicht mal richtig gassi gehen darf und "lackierte!" füßnägel tragen muß!
naja, wo schlägt denn so mein herzchen hin?
frasnzösische beauceron...mehrere davon schon besessen.... ich liebe ihren charakter (nix ausbildung mit gewalt....ihre breite einsatzmöglichkeiten wie schutzhund, suchhund, agility, arbeit mit schafen und rindern, blindenhund, familienhund, jagdhund). keine andere rasse ist so vielseitig.....
keine andere hunderasse ist so von den nazis!!! (jawohl ja) dezimiert worden....
im kriegsmuseum von großbritanien wurde ein beauceron als bester kriegshund des 2.weltkrieges geehrt!
die nazis dezimierten die rasse um, man soll es kaum für möglich halten, den deutschen schäferhund zu verbreiten....
der berger de languedoc, der berger de picard, haben diesen gemetztel fast gar nicht übelebt!
der züchter meiner damaligen hunde, ist als kind mit 14 beaucerons von paris nach südfrankreich geflohen (mit dem fahrrad), um die wertvolle zucht zu erhalten..... ist ihm auch geglückt.
bis heute hat sich die zucht der beaucerons nie richtig erholt!
die zweite liebe gehört den malinois, dem belgischen schäferhund....einem der belgischen schäferhunde.....fast so universell einsetzbar wie der beauceron....
und dann kommt der sheltie, der shettland-sheep-dog. und da hätten wir es.... nur wegen der niedlichen optik!