Nun möchte ich die Gelegenheit noch kurz nutzen und meine beiden Ponies einmal kurz vorstellen.
Mein Großer ist ein 15jähriger Haflingerwallach. Stolze 139 cm Stockmaß und ein Schlitzohr vor dem Herren... Der kann soooo lieb gucken aber er trägt nicht umsonst den Namen "Satan". Bei mir wird er aber nur "Möppi" genannt, einfach, damit die meisten Leute keine Angst vor ihm haben.
Er läuft auf kleineren Turnieren, im Breitensport und auf FN Turnieren und das gar nicht mal so erfolglos...
Mit 7 Jahren bekam er Sommerekzem und zwar in voller Härte- dank intensiver Pflege sieht man überhaupt nichts mehr davon.
Er begleitet mich nun schon seit 13 Jahren durch dick und dünn, hat geduldig all das ertragen, was Frauchen ausprobieren mußte und hat mir so manchen Fehler und Mißgriff verziehen.
Kleine Kinder lieben ihn und werden von ihm so vorsichtig behandelt, daß ich immer nur wieder mit dem Kopf schütteln kann, wenn sie mal ins Rutschen kommen, hievt er sie mit einer Schulterbewegung wieder in die richtige Position zurück...
Aber wehe, es setzt sich jemand auf seinen Rücken, der ihm suggeriert, daß er reiten kann... Dann wird getestet, was das Zeug hält. Sitzt der Reiter dann nicht wirklich gerade, läuft auch das Pony die ganze Zeit über schief. Wenn jemand meint, ihn reiten zu können, erwartet der Herr halt im Gegenzug einen korrekten Sitz und die richtigen Hilfen. Dann kann er auch richtig elegant laufen. Springen tut er mit viel Begeisterung- je höher die Sprünge- desto lieber. Diese Passion darf er aber gerne ohne mich beim Freispringen ausleben...
Außerdem ist er eingefahren, kennt das Holzrücken und arbeitet bei uns vor der Schleppe.
Nun zu meiner kleinen Maus- sie trägt den Namen "Baby Brandy of Nature" und ist ein Shetlandpony mit 95 cm Kampfmass...

Jeden, der sie kennenlernt, lehrt sie das Fürchten- unter den Kindern bei uns auf dem Hof ist sie verschrien, ebenso bei den Leuten, die sich schon einmal mit ihr in der Wolle hatten.
Da heißt sie dann nur "Nebelkrähe"... Ist sie aber gar nicht- bei mir ist sie das liebste und arbeitswütigste Pony, daß ich kenne.
Wenn man ihr ihre Eigenheiten läßt, gibt sie alles- versuche ich, sie wie den Großen zu erziehen, streikt sie. Dann bekomme ich statt 150 nur noch 20 % Arbeitswillen... Da ist sie rigoros.
Sie war mit mir schon auf Schauen und Wanderritten/- Fahrten, macht zirsensische Lektionen mit wahrer Begeisterung und läuft regelmäßig vor Kutsche und Gig.
Ich arbeite gerne mit ihr, weil sie stets mit einem Feuereifer bei der Sache ist und wirklich immer ihr Bestes gibt. Bei einem Distanzpferd ist das schon mal die halbe Miete...
Auch sie ist Sommerekzemer- auch bei ihr versuche ich, es in den Griff zu bekommen.
Sie ist nun 9 Jahre alt und ich habe sie seit 2 Jahren. Auf Grund dieser kurzen Zeit habe ich die optimale Behandlungsmethode bei ihr noch nicht herausgefunden.
Alles in allem kann ich zu dieser "halben Portion" nur sagen, daß sie, wenn sie ein großes Pferd wäre, von vielen Leuten mit den richtigen Augen gesehen werden würde- da sie aber so klein und wuschelig ist, haftet ihr immer der Stempel der Niedlichkeit an...
Bin ich mit ihr ein- oder zweispännig unterwegs komme ich mir immer vor wie ein Clown auf einem Esel- alle lachen und finden es niedlich- keiner sieht, wieviel Arbeit dahintersteckt... Kennt ihr das auch?
Und um zu zeigen, daß Shettys noch viel mehr können, als nur niedlich oder lustig auszusehen, möchte ich sie in den Distanzsport bringen, da ich denke, daß das ihrer Leidenschaft ("wer bremst verliert" oder "lieber tot als zweiter") am ehesten entgegenkommt.
Bitte jetzt nicht denken, daß ich sie zu Tode hetze oder nicht weiß, wo die Bremse ist- aber ich finde, diese beiden Sprüche treffen ihren Charakter ganz gut

...
Mein Möppi wird uns im ersten Jahr begleiten, da er es gewohnt ist, lange Strecken in einem einheitlichen Tempo zurückzulegen und ihr auf der Strecke Ruhe und Routine geben kann. Nichts ist schlimmer als ein Pferd, was den anderen Pferden nach dem Start nur hinterherrennt, ohne sein eigenes Tempo zu finden.
Außerdem bin ich, wenn mein Großer mitkommt, nicht ganz so alleine und kan meine Mitreiterin voll- leiden.
Ich halte euch auf dem Laufenden!
Für einen Menschen ist der Hund immer nur ein Lebensabschnittsgefährte.
Für einen Hund ist der Mensch der Partner für´s ganze Leben.