Wie weit soll (kann) man es treiben?




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Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon Ponyfan » Do 12. Mär 2009, 19:13

Hallo zusammen
ich sah gehrade im TV den Bericht über eine Hündin aus Rumänien, vom Tierschutz übernommen. Dieser Hündin fehlte ein großer Teil des Oberkiefers und die komplette Nase, hervorgerufen wahrscheinlich durch den Menschen, vermutet wird ein Pistolenschuß.
Mir tat diese Hündin, so wie sie aussah, schon unheimlich leid.
Es wurde dann duch einen entsprechendenden Tierarzt in Zusammenarbeit mit einer Spezialistin für Gesichtsprothesen eine entsprechende Prothese gefertigt um der Hündin in "normales" Leben zu ermöglichen.
Bitte nicht falsch verstehen....aber wie weit soll man in so einem Fall gehen???
Das kostet unheimlich Geld sowas zu erstellen. Von den Strapazen, immer wieder Narkosen, für den Hund mal gar nicht zu reden.
Wäre es in so einem Fall nicht besser den Hund einzuschläfern?
Wer ist bereit dafür soviel Geld auszugeben?
Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglickeiten
(Konfuzius)
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon MissTexas » Do 12. Mär 2009, 22:31

Ich hatte die Reportage in der Vorschau geshen und war auch zwiegespalten...Einerseits denke ich mir- gib dem Tier eie Chance und andererseits denke ich- es könnte so vielen anderen Tieren mit dem Geld geholfen werden...

Solange eine Privatperson diese Kosten übernimmt und das Ganze stets von TÄs überwacht wird, die ein Auge auf den Allgemeinzustand es Hundes haben und die Notbremse ziehen, wenn es nötig ist- kann ich es tolerieren.
Wenn es aber nur aus Prestigegründen ist- lehne ich es ab.

Ich habe mal einen Straßenhund aus Rumänien in einer Tiervermittlungschau gesehen, dem hatten sie die Kopfhaut abgezogen... :(
Dort sah man dann den blanken Schädel, aber das Tier war vergnügt und munter. Dort hatten nachher nur die neuen Besitzer das Problem, daß sie sich ständig rechtfertigen mußten und ewig erklären mußten, warum der Hund so aussieht.

Neulich gab es einen Bericht von einem Pferd mit einer Beinprothese...

Ich weiß immer nicht, was ich davon halten soll... Eigentlich bin ich immer entsetzt und schäme mich in dem Moment, ein Mensch zu sein.
Andereseits denke ich- daß man mit dem Geld für diese Ops vielen anderen Tieren (evt. auch Mensche) helfen könnte.

Fazit- ich habe keine Ahnung...
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon Shettyuta » Fr 13. Mär 2009, 06:45

wie weit gehen bei solchen tieren....gute frage nächste frage!
ich bin mit sicherheit der letzte mensch, der vorschnell sagt das tier wird eingeschläfert, denke den neuen geländewagen meines TA habe ich zur hälfte mit finanziert :roll: nur ob man nun einen hund aus rumänien ausfliegen muss um dann solche op zu tätigen.... ich weis nicht ob das dann wirklich sein muss! leider verkommt der tierschutz immer mehr zu einem gut florierenden wirtschaftszweig :evil: und dazu nun das prestige, das man sagen jann mein hund/katze habe ich aus einer tötungsstation gerettet, hört sich besser an als mein nachbar hatte junge katzen abzugeben oder mein hund kommt aus dem tierheim XY in deutschland. genauso ist es doch mit ponys/pferden.... da hat man aus einer stutenmilchfarm 6 hafifohlen auf der weide stehen, bietet die fohlis geimpft, gechipt,mit passantrag, entwurmt und vom TA und HS gecheckt für 380€ an und keiner will sie, stehen sie beim schlachter ohne alles geben bekloppte tierschützer für die selben fohlen 600-700€ ''schlachtpreis'' aus. aber man kann dann wenigsten sagen ich habe das fohli vorm schlachter gerettet!
darum tierschutz treibt in meinen augen immer seltsamere blüten und viel meinen alles auf biegen und brechen retten zu müssen, ohne zu hinterfragen ob der tod nicht der bessere weg für so ein tier ist und man nicht noch leiden endlos verlängern muss!
LG Uta und die Ponys vom Widdelhof

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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon joe » Mo 16. Mär 2009, 00:46

bei uns wurde eine ca 15 jahre alte katze gefunden.... blind auf beiden augen da tumor im kopf.... sie konnte nicht mehr laufen, nicht mehr alleine fressen und aufs kloo.
der örtliche tierschutz hat trotzdem zu spenden aufgerufen.... für die versorgung dieses armen tieres.....
ich fand es schlimm.... wenn mein alter kühli nix mehr sehen könnte und plötzlich in fremde umgebung und zu fremden menschen.... der ärmste...
ich habe mir immer wieder die frage gestellt, nur eine einzige!: wie vielen tieren hätte man von diesen geldern wirklich helfen können, also wilde katzen kastrieren, mal einem obdachlosen für seinen hund eine impfung und ne wurmkur bezahlen (und die kommen wieder mit ihren hunden, denn die lieben sie!), oder oder oder.... och nee, ich fand das war kein tierschutz mehr..... :cry:
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon Shettyuta » Mo 16. Mär 2009, 16:09

so eine katze hat hier auch mal im tierheim vor sich hin vegetiert.... sorry aber warum muss man so ein leiden noch verlängern?! egoismus der tierschützer, fehlender mut eine entscheidung zu treffen oder wo dran liegts?
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon joe » Mo 16. Mär 2009, 20:47

ich denke mal, der falsche tierschutz, in unseren augen, kommt von dem realitätsverlust den einige tierschützer erleiden.....
wer katzen nur noch in wohnungshaltung abgibt, obwohl es mal freilebende waren, wer 2 jährige gesunde!!!! pferde nur an leute verkauft, die sie nur auf die wiese stecken (den soll es mal gut gehen, die müssen nicht arbeiten), und wer jede ausbildung bei tieren ablehnt (die müssen ihren eigenen willen haben dürfen), wer schon anfängt darüber nachzudenken ob eine impfung schon eine verletzung der tiermeinung ist (so hatses ausgedrückt) und die impfschädigungen an tieren ganz zu verschweigen, der hat die realität verloren.....
danke.....
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon Shettyuta » Mo 16. Mär 2009, 21:14

Tina, du sprichst mir aus der seele!!!!!
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon MissTexas » Mo 16. Mär 2009, 22:46

So jemanden hatten wir mal als Einsteller im Stalll... Genau so, wie Tina es beschrieb... NIE WIEDER!!!!
Da wird der Tierschutz als Prestigeobjet mißbraucht. Hört sich halt gut an...
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon joe » Di 17. Mär 2009, 06:38

och, ich kann euch sachen erzählen, ....ich könnte bücher darüber schreiben...
tierschutz, schriftführerin, geburtstagsfeier..... käseplatte....
wir kommen in die küche, da machen sich die hälfte der dort lebenden katzen über die käseplatte her..... ich rufe.... dein käse.... sie moment..... kommt in die küche und schneidet die bissspuren wech.....
mahlzeit
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Re: Wie weit soll (kann) man es treiben?

Beitragvon Mini-Mary » Di 17. Mär 2009, 11:53

Ist ja ein schwieriges Thema und sicher gibt es extrem unterschiedliche Meinungen dazu, wie weit man es in Sachen Tierschutz treiben kann, darf oder sollte.

Im Grunde kommt es immer auf das Gleiche raus.
Ich würde mal einfach behaupten, das diese Extremfälle wie oben beschrieben, eher in Richtung Profilierung und Prestige gehen, denn bis dieser Hund ein halbwegs lebenswertes Leben führen kann (wenn überhaupt), macht er ein entsetzliches Martyrium durch und das muss absolut nicht sein! Egal wer das bezahlt, das halte ich für Schwachsinnig. Da gibt es viel mehr gesunde Tiere, die genau diese Kostenzuwendung viel besser gebrauchen könnten!
Liebe Grüße
Marion, vom
www.shire-horse-gestuet.de
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